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Haus Harmonie

Ein Zuhause für Menschen mit 

langjährigen 

Abhängigkeits-Erkrankungen

 
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Konzeptioneller Hintergrund

In der Harmonie arbeiten und leben wir nach den Grund-prinzipien der therapeutischen und sozialpädagogischen Gemeinschaft. Gemeint ist eine Pädagogik, die auf gegenseitigem Lernen und auf gegenseitiger Achtung aufgebaut ist. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass der einzelne Bewohner seine Würde, die er vermutlich im Verlaufe seiner bisherigen Biographie in Frage gestellt sah, wieder-beleben kann. Dies wiederum ist nur in einem Milieu möglich, dass von gegenseitiger Akzeptanz und Toleranz getragen wird, in dem alte Verhaltensmuster aufgefangen und verändert werden können. Die therapeutische Gemeinschaft lebt nach dem Gesetz, dass die Entwicklung des Einzelnen nur dann möglich ist, wenn sich sowohl der Einzelne als auch die verschiedenen dualen Beziehungen, also auch die Gemeinschaft als Ganzes entwickelt. So kann sich die Krise des Einzelnen oder die Krise einer ganzen Gruppe zu einem positiven Erlebnis für die ganze Gemeinschaft entwickeln. Die Krise ist als Chance für den Einzelnen oder auch für die Gemeinschaft von zentraler Bedeutung, eine Krise bedeutet die Möglichkeit der Hinterfragung und Veränderung. Lebendiges Lernen von- und miteinander. Die erwähnten Grundprinzipien bilden die Grundlage unserer Arbeit, alle Bewohner und Mitarbeiter der Harmonie werden einbezogen, sind ein Teil des Ganzen.  

 

Die Gemeinschaft

Die Harmonie ist in erster Linie ein Zuhause, ein Ort an dem man sich wohl fühlen kann und mit Menschen zusammen trifft, denen man vertrauen kann. Es soll ein Ort der Ruhe und Besinnung sein, ein Ort, an den man immer wieder gerne zurück kommt. Ein Zuhause.

 

Wohnen und Beschäftigung

Jede Bewohnerin und jeder Bewohner hat Anrecht auf ein eigenes möbliertes Zimmer, das aber auch individuell mit eigenen Möbel eingerichtet werden kann. TV mit Kabelanschluss ist vorhanden.

Wir Frühstücken gemeinsam und treffen uns auch zum gemeinsamen Mittagessen.

Die Teilnahme am morgendlichen Beschäftigungsprogramm ist obligatorisch.

Medikamente werden 3 mal täglich unter Sicht abgegeben.

 

Harmonisches Leben

Werde Teil des Ganzen!

Ein eigenes Zimmer

Viel Eigenverantwortung

Umfassende Betreuung

Ärztliche Betreuung

Gute und gesunde Ernährung

Tagesstruktur - Kreativatelier - Freizeitmöglichkeiten - Musik

 
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KONTAKT

Schöntalstrasse 19  4438 Langenbruck

Tel. 062 390 02 35  /  harmonie@hausharmonie.ch

Shadow on Concrete Wall

Nur wer seinen Standort sehen kann, hat die Chance weiter zu kommen.

Hin und wieder bereitet es mir Vergnügen, die Augen zu schließen und im Dunkeln vor mich hinzusagen.

Ich bin ein Zauberer; und wenn ich jetzt die Augen öffne, werde ich eine Welt vor mir sehen, die ich selbst geschaffen habe, für die ich - ganz allein ich - verantwortlich bin."

 

Richard Bach

Das Team

in alphabetischer Reihenfolge 

 

Hassib Rasuli - Leitung Harmonie

Jürg Lützelschwab - Leitung Stellvertretung

Simone Krois - Betreuung / Küche

Marcel Ramseier - Betreuung /Atelier

Christine Rudin - Betreuung / Atelier

Gabi Schöps - Betreuung /Medizin

Ingo Strigl - Betreuung / Allrounder

Caroline Woreth - Betreuung / Hauswirtschaft 

Jasna Zuber - Betreuung / Administration

 

Hassib Rasuli
Christine Rudin
Jürg Lützelschwab
Gabriele Schöps
Marcel Ramseier
Jasna Zuber
Caroline Woreth
Ingo Strigl
Simone Krois

 

 

An welche Zielgruppe richtet sich unser Angebot

 

Der Gründung der Harmonie stand die Frage zugrunde, wohin mit Menschen die ihr halbes Leben auf der Gasse verbrachten, deren Leben die Abhängigkeit bestimmte. Menschen, die aus jedem sozialen Rahmen gefallen sind, die genug haben vom „Gassenstress“ und trotzdem nicht mehr ohne Drogen (Substitution) leben wollen oder können, die unzählige Entzüge und Therapieversuche hinter sich gebracht haben. Menschen, die sich mit ihrer Situation abgefunden haben, an einem Substitutionsprogramm teilnehmen und trotzdem ein möglichst stressfreies Leben führen wollen. Klare Tagesstrukturen und angepasste Betreuung, kombiniert mit der Forderung zur Eigenverantwortung und Selbständigkeit an unsere Bewohner, bilden die Grundlage unserer Arbeit.

In diesem sozialpädagogischen Spannungsfeld suchen und finden wir die gesunden Anteile unserer Bewohner und bauen darauf auf. Suchterhaltende Strukturen werden durchbrochen, so dass ein ein Umdenken in Bezug auf den eigenen Drogenkonsum stattfinden kann.

Wir gehen davon aus, dass auch drogenabhängige Menschen Verantwortung für sich und ihr Umfeld übernehmen können. Hilfe zur Selbsthilfe ist ein zentrales Standbein unserer Arbeit.

Standortanalyse beim Eintritt

Wir wollen Augen und Herzen öffnen, wollen Heimat und ein Zuhause bieten. Dazu ist es wichtig zu sehen, wo unser Gegenüber her kommt, was es beschäftigt. Wir reden über Versagensängste und Enttäuschungen über Wünsche und Träume, wir schauen gemeinsam in die unmittelbare und fernere Zukunft und planen die nächsten Schritte. Das wichtigste Ziel in der Eintrittsphase ist, Fuss zu fassen, Vertrauen aufzubauen und das Selbstwertgefühl zu stärken.

Erstes Ziel ist es „Zuhause“ anzukommen. Wenn es uns gemeinsam gelingt eine Vertrauensebene aufzubauen, Beziehungen zu vertiefen, Nähe zuzulassen und trotzdem klare Grenzen zu setzen, ist der Boden für eine fruchtbare Zusammenarbeit vorbereitet. Die Harmonie muss so wichtig werden, dass man sie nicht verlieren will. Jetzt ist die Zeit gekommen, um die nächsten Schritte zu planen und über Zukunftsvisionen zu reden und konkret zu werden.

Hilfe beim Erkennen der eigenen Ressourcen 

Um sein Leben weiter planen zu können ist es wichtig, die eigenen Ressourcen zu erkennen. In unzähligen Therapieversuchen haben die meisten Bewohner gelernt über ihre Schwächen zu reden und sind sich über die negativen Seiten ihres Suchtverhaltens im Klaren. Wir suchen die gesunden Anteile unserer Bewohner, stellen diese in den Vordergrund und arbeiten mit diesen Anteilen. Wir glauben an ihre Wünsche und Sehnsüchte. Wir beschreiten gemeinsam einen Weg, der alles andere als gerade und einfach ist. Wir fangen zusammen Misserfolge auf, ohne diese zu werten und ermutigen unser Gegenüber den Weg fortzusetzen. Wir bauen gemeinsam ein neues Selbstvertrauen auf, bieten Sicherheit und geben Verantwortung zurück an unsere Bewohner. 

Hilfe bei der Analyse der Suchtmustern

Eine gründliche Analyse des eigenen Suchtverhaltens ist notwendig um weiterzukommen. Die meisten unserer Bewohner wissen sehr viel über ihr eigenes Verhaltensmuster, haben schon oft daran gearbeitet, hatten auch schon Erfolgserlebnisse und sind trotzdem wieder in altes Verhalten zurückgefallen. 

Clean zu sein ist ein gutes Gefühl, der erneute Absturz ist hart und nagt enorm am Selbstvertrauen. Manche geben die Hoffnung auf ein Leben ohne Drogen auf, resignieren und betäuben ihren Schmerz mit „altbewährten Mitteln“. Diese Menschen sind therapieresistent und versuchen einfach nur noch das Beste aus der Situation zu machen. 

In der Harmonie steht nicht die Therapie als solches an erster Stelle, wir vermitteln Partnerschaft und Verständnis. Wir arbeiten mit dem was uns vorgesetzt wird; es ist ok wie du bist, komm erst mal an.

Die positiven Seiten von Rückfällen

Von Rückfällen reden wir, wenn alte und schädliche Verhaltensmuster wieder zum Tragen kommen. Das kann sich im Umgang mit sich selbst oder im Umgang mit dem Gegenüber manifestieren: verbale Entgleisungen, unorthodoxe  Geldbeschaffung, egoistisches Verhalten in der Gruppe, unverantwortliches Handeln, Konsum von Betäubungsmitteln. Meist ist dieses Verhalten mit massiven Schuldgefühlen behaftet, auch dies eine Form des Rückfalls. Die meisten Bewohner haben sich Strategien zugelegt, die irgendwann überlebenswichtig waren. Eines der wichtigsten Gebote in der Harmonie ist es, ehrlich zu sein. Hier finden auch die intensivsten Auseinandersetzungen statt. Wir konfrontieren knallhart und nehmen dazu auch die Hilfe der ganzen Gruppe in Anspruch. Wir Mitarbeiter sind Profis und können auf eine Bewohnergruppe zurückgreifen, in der nur absolute Spezialisten sitzen, Menschen die schon fast alles erlebt haben. Drogenrückfälle bleiben mit Sicherheit nicht unbemerkt, die ersten Anzeichen werden meist schon vor dem eigentlichen Konsum erkannt. In Einzelsitzungen und in der Gesamtgruppe reden wir offen darüber, es gibt keine Tabus, wir alle wollen es wissen. Das Schöne daran ist aber, dass „Rückfälle“ toleriert werden, ja sie gehören quasi zu einer gesunden Entwicklung. Du willst konsumieren? Rede darüber. Du hast konsumiert? Rede darüber. Sei ehrlich, lass uns teilhaben, schliesse uns nicht aus, wir schliessen auch dich nicht aus. Wir wollen zusammen weiterkommen, wollen zusammen daraus lernen. Warum bist du in alte Muster gefallen, was war der Auslöser, warum konntest du den Film nicht stoppen, warum fiel es dir schwer, Hilfe zu holen, willst du überhaupt Hilfe? Dann die entscheidende Frage: Was hast du daraus gelernt, was machst du das nächste Mal anders, wo holst du dir Hilfe, auf was musst du achten, wer steht dir nahe genug um dir in schwierigen Situationen beistehen zu können? Diese Art der Auseinandersetzung setzt ein grosses Vertrauen voraus, einen Boden an dem wir alle zu arbeiten haben. Es spielt keine Rolle ob wir uns als Mitarbeiter oder Bewohner eingeben, wir alle tragen unsere Geschichten mit uns, haben Fehler gemacht und haben daraus gelernt. Wir alle tragen dazu bei, dass das System funktioniert.

Zuhause sein

Die Harmonie ist ein sehr lebendiger Ort. Es wird gestritten, es wird gelacht und geweint. Neues wird ausprobiert und Bewährtes gelebt. Fehler werden gemacht, Das Thema Drogen und Abhängigkeiten sind allgegenwertig. Es funkt, es kracht, es ist manchmal sehr laut und nie wissen wir, was der Tag uns bringen wird. Es ist intensiv, es ist Leben.

Unser Vorstand

Renato Rossi - Präsident

Dr. Tatjana Zubanovic

ChristianBurkhard

Der Vorstand ist der Fels in der Brandung. Er begleitet und berät uns mit viel Fachwissen, überwacht kompetent die Gegenwart und berät uns bei der Zukunftsplanung.

Ein sehr herzliches Dankeschön an dieser Stelle 

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